Große Haie, kleine Fische

Amerika und seine Unterschiede. Ein paar Kilometerchen weiter weg und schon eine ganz andere Stadt. Von Los Angeles sind wir mit dem Zug nach San Diego getuckert, welches nur 1 Stunde entfernt ist. Schon bei der Ankunft war alles ganz anders. Wir kamen bei herrlichem Sonnenschein an und freuten uns gleich einmal über die praktische U-Bahn, die uns direkt zu unserem Hostel ins Gaslamp-Viertel (der Name kommt von den Gaslaternen, die hier früher verwendet wurden) brachte. Ein sehr nettes Viertel mit vielen Lokalen, wo vor allem am Abend sehr viel los ist. Im Gegensatz zu Los Angeles ist es auch ganz einfach in der Stadt herumzugehen, aufgrund des Größenunterschiedes auch verständlich. San Diego ist aber einfach freundlicher, persönlicher und alles notwendige ist innerhalb kürzester Zeit zu erreichen. Außerdem gibt es hier angeblich neun Monate Sonnenschein im Jahr und das alleine ist uns schon sehr sympathisch. *grins*

Nachdem wir uns in unserem Hostel akklimatisiert hatten, stürzten wir uns gleich hinaus, um uns ein wenig umzusehen. Und das erste über das wir stolperten war gleich ein Kino…naja, irgendwie haben wir in letzter Zeit Lust bekommen uns Filme anzuschauen, also gleich mal Karten für “Night at the Museum” am späten Abend gekauft und weitergewandert.

Der nächste Tag war für Sea World bestimmt. Dank Kombikarte mit Universal-Studios kamen wir auch schnell hinein und verbrachten ganze sieben Stunden dort. Von Killerwalen- und Delphinshows, Haien, verschiedensten Fischen, Ottern, Pinguinen, Eisbären bis hin zu “angreifbaren” Rochen und Seesternen haben wir hier alles gesehen. Eine ganz gute Wasser-Hochschaubahn hat es natürlich auch gegeben. Aber am “schlimmsten” war unsere letzte Wahl, bevor wir den Park wieder verlassen haben. Eine Raftingfahrt, bei der wir komplett unter Wasser gesetzt wurden!

Triefend nass fuhren mit dem Bus nach Old Town, der Geburtsstätte von San Diego. Dort findet man die erste noch zum Teil original erhaltene Siedlung mit vielen alten Gebäuden. Da Kalifornien früher zu Mexiko gehörte, ist hier auch alles sehr mexikanisch angehaucht. Das Besondere an dieser Altstadt sind die dort hausenden Geister. Ja, ja, diese Gegend (vor allem das “Whaley House”) wurde sogar offiziell als Geisterstadt vom U.S. Department of Commerce anerkannt. Julia hat das spukende Haus besichtigt, konnte aber nichts Ungewöhnliches feststellen…angeblich soll man manchmal auf den Fotos etwas Abnormales erkennen können, also mal schauen…

Noch immer nicht ganz trocken, machten wir uns auf den Weg zurück und landeten…..schon wieder im Kino…diesmal schauten wir uns den neu herausgekommenen Film “Wild Hogs” (mit Travolta, Lawrence, Allen, Macy)an, aufgrund der Darsteller mussten wir das einfach tun. Eine wunderbare Schauspielermischung, wie sie lustiger nicht sein könnte!

Heute besuchten wir den Schauplatz eines ganz berühmten Films, das Hotel “Del Coronado”, wo “Manche mögens heiß” (am heutigen Tag war es auch wirklich heiß) gedreht wurde. Ein herrliches Gebäude, komplett aus Holz, sehr edel und natürlich für Normalsterbliche kaum leistbar. Aber immerhin direkt am Strand und so konnten wir uns im gleichen Sand suhlen, wie auch schon Marilyn Monroe vor uns!

Vom Meer zum Park, und zwar dem Balboa-Park, ein riesiges Areal, ähnlich dem Prater. Dort findet man abgesehen von vielen Blumen und Kakteen massenhaft Museen und Ausstellungen für verschiedenste Bereiche. Da aber heute so ein wunderschöner Tag war, spazierten wir einfach nur herum, abgesehen von einem kurzen Besuch von Peter in einer Fotografie-Ausstellung.
Am Heimweg fanden wir zufällig im Park einen Schaumstoffball, mit dem wir natürlich gleich herumkickten, um unsere Fußballfertigkeiten nicht zu verlernen. Also viel haben wir dann vom Rest des Parks nicht mehr gesehen…und schon waren wir kickend wieder mitten in der Stadt….

Heute werden wir vielleicht noch ein wenig die Stadt unsicher machen, aber morgen müssen wir schon wieder früh raus, dann geht es mit der U-Bahn bis zur Grenze und zu Fuß nach Tijuana. Wenn alles klappt, sind wir ab morgen in Mexiko.
VIVA LA MECHIKO!
Los Fodos von San Diegos und neue von Los Angelos sind onlinos!