Wüste...aber wir sitzen nicht auf dem Trockenen

Sodale…last but not least trieb es uns in die Wüstenoase Huacachina, gleich bei der nicht sehr aufregenden bzw. berichtenswerten Stadt Ica. Die Oase liegt, umgeben von meterhohen Sanddünen, nur 3 km von Ica entfernt, und man glaubt es kaum, aber man steht dann wirklich mitten in der Wueste. Unser letzter Bericht fällt auch deshalb nicht so wirklich dramatisch und lang aus, weil es hier einfach, außer Sand, nicht wirklich viel gibt. Oder doch?

Der Sand muss natürlich auch irgendwie genützt werden, also organisierten wir uns gleich zwei Sandboards und stapften schweren Fußes die steilen Dünen hinauf. Und wenn man glaubt, man hat schon Anstrengenderes gemacht…*grins*
Naja, auf jeden Fall hat es einige Zeit gedauert bis wir oben auf einer Sanddüne waren. Die Einheimischen haben sich darüber sehr amüsiert, aber was soll´s….

Das Runterfahren gestaltete sich dann auch gar nicht so einfach wie gedacht, aber wenn man einmal sein Board richtig gut gewachst hat, dann flutscht es richtig gut. Man nimmt zwar im Endeffekt ganz schön viel Sand in allen Ritzen mit nach Hause, aber der Spaß hat sich immerhin ausgezahlt!

Und um nicht ganz auf dem Trockenen zu bleiben, kann man in der Umgebung auch noch einige Weingüter (inkl. Verkostung) besuchen. Diese produzieren nicht nur Wein, sondern vor allem den aus Peru kommenden bekannten Pisco (Weintraubenschnaps). Die Chilenen glauben zwar auch, dass sie den Pisco erfunden haben, aber wir glauben natürlich den Peruanern.
Wir besuchten also gleich zwei Weingüter hintereinander und nach jedem Stamperl wurde das ganze umso interessanter. *grins* Pisco kann man pur, als Cocktail (Pisco Sour - mit Limone und Eiklar), als Pisco mit Caramel, *hicks*, als Picso mit Aroma, als Pisco ohne Aroma, als Pisco Lime, als einjährigen Pisco,….achja, und dann gibt’s natürlich noch den Weißwein, den Rotwein, den Rose,….und dergleichen…*hicks*

Anschließend düsten wir wieder mit unserem ebenfalls lustigen Taxifahrer Luis zurück in unsere Oase, wo wir unsere Bäuche, schon halbvoll mit Alkohol, mit Essen auffüllten, um sie dann am Pool in der Sonne braten zu lassen.
Heute Abend gönnen wir uns noch ein nettes Barbecue in unserem Hostel und morgen müssen wir Peru leider Richtung Heimat verlassen. Bald hat uns der Alltag wieder eingeholt.

Peru ist toll, weil es so vielseitig ist, und eigentlich alles hat, was es gibt. Verschiedene Klimazonen (von totaler Hitze bis eisiger Kälte), riesengroße Höhenunterschiede, Berge, Regenwälder, Wüstenlandschaften, Küste und Meer, Steppe, vielfältige Tierwelt, interessante Kulturen (allen voran natürlich die Inkas) und nicht zu vergessen den Pisco…
Die Zeit ist leider wieder viel zu schnell vergangen, eigentlich hatten wir ja noch den Norden und Bolivien geplant, aber aufgrund der langen Reisezeiten innerhalb des Landes, mussten wir darauf verzichten. Vielleicht ein anderes Mal…
Denn unsere Reiselust ist noch lange nicht gestillt!