Ohne Moos nix los...

Karibu (Willkommen auf Swahilil)! Endlich wieder auf Reisen…lang ist es her…fast genau ein Jahr. Aber jetzt ist es soweit. Diesmal machen Andrea, meine Schwester, und ich Tansania unsicher. Los ging es mal mit einer relativ schlaflosen Nacht nach später Ankunft in Dubai. Leider waren die Vorstellungen von den Sesseln im Flughafen doch etwas zu hoch gegriffen. Gut, eigentlich hätte ich mir denken können, dass es trotz den teuren Hotels und dem tollen Flughafen keine bequemen Sofasesseln mit Goldrändern geben wird, aber man durfte ja noch träumen. Da die sehr chilligen Liegen alle schon besetzt waren mussten wir mit normalen Sesseln vorlieb nehmen. Aber gut, nachdem ich schon mal in Mexiko City bei eisiger Kälte am Boden geschlafen habe, war das ja eh noch Luxus. Hey, aber dafür beim Flug nach Dubai Widescreen Fernseher mit 250 Filmen. Das sind so die kleinen Freuden des Lebens. Aber genug von langweiligen Flügen…

Nachdem wir um 16 Uhr endlich in Dar Es Salaam angekommen sind und eine mühsame Visum-Warteschlange überstanden hatten, war der erste Weg, nach der Abwehr von leicht zudringlichen Taxi-Fahrern, wie immer zu einem Bankomaten. Wenn der gewollt hätte wie wir gewollt hätten, dann wäre alles leichter gewesen und wir wären endlich mal wieder im Besitz von Schilling gewesen, zwar keinem österreichischen, aber immerhin Tansania Schiling. So haben wir uns damit abgefunden mal mit unseren vorher umgetauschten Dollarnoten herumzuwedeln und trotz Verhandlungsversuchen doch relativ teuer ins Zentrum zu kommen. Nach langem im Stau stehen kamen wir auch endlich irgendwann in unserem gebuchten Hostel “Jambo Inn” an. Außen hui, innen pfui! Sieht sehr nett aus, aber die Zimmer könnten besser sein, aber gut, vielleicht hätten wir doch den Luxury-Room und nicht den Standard-Room nehmen sollen. What shall’s? Das Bett ist sauber und die Dusche reicht auch. Mehr brauchen wir ja auch nicht. Der Versuch dem nächsten Bankomaten Geld zu entlocken scheiterte abermals an der kryptischen Meldung “No Service”. Der erste Tag endete dann auch relativ schnell, weil wir doch etwas müde von dem wenigen Schlaf waren.

Am nächsten Tag ging es endlich richtig los. Bei angenehmen 28 bis 30 Grad war unser erster Weg, wie leicht zu erraten, zum Bankomaten. Auch diesmal, trotz liebevollem Zureden und Streicheln, nada…njente…nix. Dafür haben wir auf dem Weg dorthin schon massenhaft “Jambo” und “Hakuna Matata” (Oh no….)gehört. Gut, als Tourist ist man hier auch kaum zu übersehen. Das “No Gracias” T-Shirt aus Peru hätten wir mit leichtem Umtexten hier echt gut brauchen können. Nachdem auch der Versuch einen Bus nach Arusha zu buchen, aufgrund der Öffnungszeiten fehlgeschlagen ist, machten wir uns halt ohne Geld auf den Weg mal die Stadt zu erkunden. So kann uns wenigstens keiner beklauen. Davor wird man nämlich von allen möglichen Seiten gewarnt. Dafür ist es die ideale Stadt um Freunde zu finden…

Dar Es Salaam ist die größte Stadt Tansanias und hat ungefähr 3 Millionen Einwohner, ist aber nicht die Hauptstadt des Landes, die heißt Dordoma. Tansania war früher eine deutsche Kolonie und war nach dem Zweiten Weltkrieg unter britischer Herrschaft. Erst 1969 wurde Tansania unabhängig.

Von Sehenswürdigkeiten hat sie eigentlich so gut wie nichts zu bieten. Abgesehen von ein paar Kirchen und Hotels, die eine Ähnlichkeit zu deutschen nicht leugnen können, herrlichen Moscheen und kleinen Mini-Türmen war’s das auch schon. Das Sightseeing-Programm war also schnell erledigt. Achja, dem Nationalmuseum haben wir auch noch einen Besuch abgestattet. Klein, aber ganz nett. Unserer Hauptbeschäftigung während unserer Tour war aber noch immer einen Bankomaten zu finden. Nach gezählten sechs Versuchen bei unterschiedlichen Banken haben wir dann doch endlich einem dieser Geräte heißgeliebte Schillinge entlocken können. Schnell geschnappt und ab damit ins sichere Hostel. Übrigens ist auch der Versuch ein Internet-Cafe zu finden mehrmals fehlgeschlagen, aber genug gejammert. Unser Hostel hat ja eine superschnelle….gähn….Verbindung.

Nachdem wir unseren Bus auch noch gecheckt hatten, geht es morgen früh auf nach Arusha. Beim Zwischenstopp in Moshi lesen wir hoffentlich unseren neuen Freund (diesmal wirklich) und Safari-Guide Raj auf und dann freuen wir uns schon auf ein hoffentlich feines Hostel. Wie es mit Internet in nächster Zeit aussieht kann ich schwer abschätzen, aber spätestens nach unserer viertägigen Safari werden wir uns irgendwie wieder melden….auf zu den Big Five (Büffel, Leopard, Löwe, Nashorn und Elefant)…!

Kwa heri! (Tschüss auf Swahili)