Singapur - die Stadt der Unterschiede

Da sind wir wieder. Uns geht es eigentlich ganz gut, außer das Julia seit wir in Singapur sind einen fetten Hautausschlag auf ihren Beinen hat, der megamässig juckt. Keine Ahnung woher und wenn es nicht bald besser wird, werden wir bzw. ich sie einliefern müssen.

Gestern sind wir den ganzen Tag durch die Stadt gewandert und haben uns alles angesehen, was uns über den Weg gelaufen ist. Natürlich hatten wir dabei auch einen Stadtplan in der Hand, damit uns auch nichts wichtiges entgeht.
Tempel (hinduistische, buddhistische, muslimische, chinesische,…), das Wahrzeichen von Singapur (ein mittelgroßer wasserspeiender Löwen-Fisch-Verschnitt…schon bessere Wahrzeichen gesehen), Märkte (indische, chinesische,…), Chinatown, indisches Viertel und zum Abschluss noch die Flusspromenade.

Nach unserer “Sightseeing-Tour” wollten wir Stoffi überraschen und spazierten durch das Geschäftsviertel mit massenhaft Wolkenkratzern zu seinem Hotel um ihn von dort abzuholen. Als alte Singapurianer wollten wir ihm einen anderen Treffpunkt nicht zumuten. *grins*
Wir kamen uns zwar in der Hotel-Lobby etwas underdressed vor, aber spätestens als Stoffi im T-Shirt und in Jeans (die hat er sich gleich wieder vor Hitze ausgezogen) vor uns stand, war es wurscht. Also ging die Dreier-Partie wieder Richtung Zentrum. Wir zeigten ihm am Weg zum Abendessen am Singapore River (sehr nette Gegend) im Vorbeigehen noch einige wichtige Punkte, die man gesehen haben sollte, und dann gingen wir mal essen. Naja, wir konnten uns nicht so ganz entscheiden und landeten im Endeffekt in einem indischen Lokal. Dort gab es dann einige Sprachschwierigkeiten, so kamen wir dann zu einem trockenen Essen und einem 6,50 Euro-Bier für Stoffi. Da gab es natürlich kein Trinkgeld. Danach machten wir uns auf den Heimweg.

Faszinierend ist hier in Singapur der Riesenunterschied zwischen den einzelnen Stadtteilen. Das was man in Singapur alles nicht darf (auf die Straße spucken und scheissen, die Straße ohne Ampel überqueren, Müll auf die Straße werfen, fast überall gültiges Rauchverbot missachten, Klospülung nicht betätigen,…usw. - das ist wirklich kein Scherz) gilt offenbar nur für die sauberen Geschäftsviertel, nicht aber für zB Chinatown oder Little India. Die Preise sind für Südostasien eher hoch, wobei man teilweise wieder auch sehr billig (beim Essen in Garküchen oder mit Handeln) wegkommt. Die Menschen sind sehr freundlich und gehen schon mal auf dem Weg zur Arbeit bei einem Tempel zum Beten vorbei.

Heute wollten wir uns mal die Insel Sentosa (gehört zu Singapur) ansehen, da dort angeblich ein Riesen-Areal inkl. Vergnügungspark und Stränden sein soll. Dem ist nicht ganz so. Nach einem viel zu teuren Eintritt inkl. ausgewählter Attraktionen (25 Euro) ging es zuerst mal mit einer Seilbahn übers Meer auf die Insel. Dort besuchten wir eine Unterwasser-Welt (wo Julia einen Hai angriff, nicht umgekehrt), eine Delphin-Show mit rosa Delphinen, ein Museum über die Geschichte Singapurs und ihrer multikulturellen Einwohner und den Aussichtsturm der Insel (120 m hoch). Abgesehen von der Unterwasser-Welt waren wir eigentlich eher enttäuscht. Das Museum entpuppte sich zwar als interessant, aber sehr kitschig und eher als Gehirnwäsche. Sonst gab es natürlich noch einiges, worauf wir dankend verzichteten. Bei unserer Seilbahnrückfahrt aufs Festland wurden wir von unserem ersten Mega-Gewitter mit monsunartigen Regenfällen und Blitz und so in luftigen Höhen überrascht. Etwas unwohl war uns da schon…..

Am Abend trafen wir uns wieder mit Stoffi. Diesmal ging es nach Chinatown in ein Food-Center wo wir von vielen verschiedenen Garküchen unser Essen aussuchen konnten. Das war wirklich sehr lecker und vor allem mega-preiswert. Im Vergleich: Abendessen gestern zu dritt 45 Singapur-Dollar, Abendessen heute zu dritt 13 Singapur-Dollar. Der Singapur-Dollar ist übrigens Euro mal zwei. Danach war noch ein wenig Bummeln in Chinatown angesagt.
Leider mussten wir uns heute schon von Stoffi verabschieden, weil er morgen keine Zeit für uns hat (er geht shoppen, wir machen dafür Nacht-Safari) und wir übermorgen in der Früh schon nach Kuala Lumpur düsen.

So, das war’s, diesmal ein wenig länger….wenn alles klappt und wir eine halbwegs gute Internet-Verbindung finden gibt es ab morgen oder…upppss…schon heute….Fotos von Singapur. Würden zwar heute noch gerne Champions-League schauen, aber 3 Uhr früh ist keine gute Zeit für eine Live-Übertragung. *grins*
Ein Gute-Nacht-Bussi von Julia und Peter!